Samstag, 11. Februar 2017

Sex and the City 2

Hab ich mir gerade wieder mal angeschaut, der guten alten Zeiten wegen.
Und ich habe zwei bemerkenswerten Sätze gehört, die für die guten neuen Zeiten gelten:
"Ich will die Nanny behalten!"
und
"Wir haben das Apartment behalten für den Fall der Fälle, dass jemand doch mal wieder 2 Tage Auszeit benötigt."
(Sätze sinngemäß wiedergegeben)

Stellt sich die Frage: Wer hat denn ein Apartment für mich, für 2 Tage? Muss auch nicht in New York City sein... 😀

Samstag, 21. Januar 2017

Gedanken zu Madames 6. Geburtstag

Mein liebes grosses Mädchen!
Diesen Monat wirst Du 6 Jahre jung! Der richtige Zeitpunkt, um ein paar Gedanken dazu niederzuschreiben.
Du bist meine Erstgeborene, mein absolutes Wunschkind. Mein ganzes Leben lang habe ich mir viele Kinder gewünscht, da ich mir als Einzelkind immer Geschwister gewünscht habe, und die Huxtable- Familie war immer mein Vorbild (wie die das mit 5 Kindern gewuppt haben, ist mir heute allerdings ein Rätsel).
Du warst ein zuckersüßes, propperes Baby. Und du hast dich zu einer schlauen, charmanten, hübschen, sportlichen, willensstarken und liebenswürdigen 6 Jährigen entwickelt.
Jedoch muss ich zugeben, das Leben mit dir hätte kaum eine grössere Lebensumstellung bedeuten können. Der Schlafmangel hat mich umgehauen (ich dachte immer, Babies schlafen viel. Das stimmt zwar, aber dass das ganz viele Schläfchen mit vielen Pausen über 24h verteilt sein können, war mir neu). Viele Erkältungen meinerseits während deines ersten Lebensjahres haben mich geschwächt, das Stillen hat körperlich viel Kraft gekostet. Und meine Vorstellungen vom Leben mit Kind waren eher dem Fernsehen und der Werbung geschuldet als der Realität. Dein Vater war und ist da auch bis heute ziemlich unbedarft. Wir waren die ersten im Verwandten- und im Freundeskreis, die ein Baby bekamen. (Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich die Geschichten von befreundeten, frischgebackenen Eltern geglaubt hätte, hätte es welche gegeben). Dazu haben deine Omas auch ihre Vorstellung vom Leben mit dem geliebten ersten Enkelkind gehabt, und wollten dich natürlich ständig sehen und beknutschen bzw. mir mit Tips helfen, die nicht immer Tips waren.
Ich musste mich also gehörig an diese Mutterrolle gewöhnen.
Allerdings sage ich auch immer, die ersten beiden Jahre mit dir waren wunderschön. Doch dann kam die Trotzphase, und noch eine Phase, und noch eine, und irgendwie ist ständig eine Phase - will heißen: ich bin in meiner Mutterrolle ständig mit neuen Gefühlslagen oder Entwicklungsschüben konfrontiert. Du bist die Erstgeborene. Mit dir erlebe ich also ständig neue erste Male, in die ich mich auch erst einfinden muss. Oder wie ich immer scherzhaft sage: "Du bist unser Versuchskaninchen." (Erziehungsfragen meine ich damit).
Allerdings empfinde ich unser gemeinsames Leben seit einiger Zeit als psychisch extrem anstrengend und erschöpfend. Neulich habe ich nochmal den blogpost vom März letzten Jahres gelesen, dieses "neinichwillnichtichmagnichtichhabkeinelustneinneinnein". Das hält leider bis heute an. Und macht das Leben zu einem (Macht)Kampf. Diese Ablehnung legt mittlerweile sehr schnell den Wutschalter in mir um, und macht mich zu der Mama, die ich nienienienie im Leben sein wollte. Ich werde ein fürchterliches Wutmonster. Ich brülle und tobe und wüte. In meiner Ratlosigkeit und Hilflosigkeit. Leider habe ich bis heute keine Ahnung, keine Ursache und keine Lösung für diesen Machtkampf gefunden. Aber ich suche ständig danach. Damit du letztlich wieder mehr Respekt vor mir haben kannst (und ich auch vor mir) und in mir mehr die liebende, verständnisvolle, fürsorgliche Mama sehen und erleben kannst, die du verdient hast.
Im Moment gehen in der blogwelt einige Artikel über motzende Mamas umher (bei runzelfüsschen oder bei große köpfe).
Bei "gewünschtestes wunschkind" ist heute dazu wieder ein Artikel erschienen, der mir auch hilft, unseren Machtkampf etwas besser zu verstehen. Ich werde versuchen, einige meines Erachtens zutreffende Punkte  zu beherzigen (öfters ja sagen, mehr Geduld haben, mehr Zeit einplanen). Und ich habe mir wieder ein lachendes Smiley auf die Hand gemalt. Lachen schadet ja nie.
Und so schlimm all diese Erfahrung mit dem Wutmonster in mir ist, so gibt es auch immer zwei Seiten der Medaille, also auch die positive:
- ich habe früher oft auf meine Mama geschimpft, was sie alles falsch gemacht hat in meiner Erziehung. Das hat jahrelang die Beziehung zu meiner Mutter verkrampft. Mittlerweile weiß ich, daß auch sie ihr Bestes versucht und gegeben hat. Das entspannt zumindest diese Mutter- Tochter- Beziehung. Ich gebe auch mein Bestes. Tag für Tag. Auch wenn sich mein Bestes an manchen Tagen eher erbärmlich anfühlt.
-  Bedingungslose Liebe. Die zeigst Du mir, wenn Du mir am Ende eines schlimmen Tages trotzdem ganz selbstverständlich ein Gute- Nacht- Bussi gibst und mich umarmst. Und ich jeden Tag neu versuche, die liebende, verständnisvolle und fürsorgliche Mama zu sein.
Meine liebe grosse Maus, ich wünsche dir alles Glück dieser Erde, ich hab dich ganz doll lieb!

Freitag, 30. Dezember 2016

Jahresrückblick 2016

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
5.
Die harten Fakten sind eigentlich sehr positiv: ich wohne schön, alle sind halbwegs gesund, wir haben es warm und gemütlich und genug zu essen.
Aber emotional, puh... Die Vorstellung von Mutterschaft differiert extrem zur Realität, und auch sonst habe ich einige Erkenntnisse gewonnen, die ich lieber nicht hätte gewinnen wollen. Ich habe meine rosarote Brille verloren, sehe vieles ungeschönt und negativ und suche nach neuen Wegen, die mir mein Leben erleichtern.

Zugenommen oder abgenommen?
Achja. Gleichbleibend. Genervt von der Gesellschaft und deren Vorstellung, dass Frauen einen flachen Bauch haben sollen. Da meine Figur ingesamt schlank ist, aber am Bauch das Fett sitzt, denken viele, ich sei schwanger. Manche gratulieren oder fragen, ob das dritte Kind (das ich mir herzensmäßig zwar wünschen würde, aber meine Vernunft hält mich da für wahnsinnig) unterwegs ist. Leider habe ich bis jetzt darauf keine passende Antwort gefunden. Wenn jemandem zu diesem Thema eine schlagfertige Antwort einfällt, her damit!
2x die Woche Sport ist OK. Weniger Chips. Vielleicht hilfts ja.

Haare länger oder kürzer?
Wieder etwas länger. Aber immer noch Kurzhaarfrisur.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Anhaltend gut.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger ausgegeben, da ich gerade in Karenz bin und daher von zurückgelegtem lebe bzw. der Mann dankenswerterweise die laufenden Ausgaben trägt.

Der hirnrissigste Plan?
Vielleicht war der Zeitpunkt unseres 5 wöchigen Urlaubs falsch gewählt. Mini-Madame wollte gerade zu dem Zeitpunkt die ersten Schritte machen und war von der Enge des Wohnmobils nicht immer begeistert. Und das hat den Urlaub unter anderem anstrengend gemacht.

Die gefährlichste Unternehmung?
Gab's keine. 

Die teuerste Anschaffung?
Hm, vermutlich mein Outdoor Wintermantel. Damit ich ich im Regen auf den Spielplatz gehen kann.

Das leckerste Essen?
Das Essen in dem Hotel, in dem wir geheiratet haben. Zum 1. Hochzeitstag.
Oder auch im Restaurant anlässlich des Geburtstags der Schwägerin.

Das beeindruckenste Buch?
Mareice Kaisers "Alles inklusive". Unfassbar berührend, herzzerreissend und positiv kämpferisch.

Der ergreifendste Film?
Hm, ergreifend.  
Ich denke "The danish girl" wegen der tollen Leistung der beiden Hauptdarsteller, diese Liebe bzw. diese Beziehung darzustellen. 

Die beste Serie?
Ich schau ja ganz klassisch fern. Oldies but goldies: "Grey's Anatomy". (Wobei mich da gerade unglaublich stört, wie man als 3fache verwitwete Mutter Vollzeit Karriere macht, also dieses verrückte Leben mit Kindern einfach so unbeachtet nebenbei laufen kann.) 
Als Kinderserie hab ich sehr über "Der kleine Nick" schmunzeln können.

Die beste CD?
Mit meinen Kindern komm ich ja zu nix. Musik kommt da zu kurz.
Bzw. finde ich weiterin Stille schön, wenn den ganzen Tag Trubel herrscht.

Das schönste Konzert?
Das einzige Konzert war wohl das von Gregor Meyle, zu dem ich ganz überraschend und netterweise von einer lieben Nachbarin eingeladen wurde.War gut.
Achja, die minimusic Konzerte im Brucknerhaus. Die sind immer schön.
Nächstes Jahr gehts zu Robbie!!!

Die meiste Zeit verbracht mit...?
Der Famile, also hauptsächlich mit den Kindern.

Die schönste Zeit verbracht mit...?
Mini- Madame.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Wie soll ich das beschreiben, was ist das richtige Wort dafür?
Zäh.
Unzufriedenheit, Enttäuschung. Das Leben mit Kindern hab ich mir sicher nicht so anstrengend vorgestellt.
Grübeleien, wie mein Leben besser schöner toller werden kann.
Aufgefressen von meiner Unfähigkeit, mit der Trotzigkeit und Bockigkeit von Madame umgehen zu können. Wobei ich jetzt vielleicht einen Weg für mich gefunden habe, das einfach so zu akzeptieren, wie es ist.
Erschrocken darüber, wie unterschiedliche Vorstellungen vom Leben mit Kindern dazu führen, sich emotional allein auf sich gestellt zu fühlen und dadurch leider auch die Partnerschaft anzuzweifeln.

2016 zum ersten Mal getan?
Mit einem Wohnmobil in Urlaub gefahren.
In Schweden, Norwegen und Dänemark in Urlaub gewesen.
Kochkurs.
Hummer gegessen (muss aber nicht nochmal sein- ich mag eben keine Schalentiere)

2016 nach langer Zeit wieder getan?
?

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Auf das vorherrschende Gefühl 2016. s.o.
Wie immer den einen oder anderen Streit, den ich angezettelt hab, anstatt zu schweigen, in dem Wissen, dass die Aufregung bei Schweigen in 3 Minuten wieder vorbei wäre, wohingegen die Aufregung nach dem Streit Stunden, Tage, Wochen, Monate in unterschiedlicher Intensität anhält.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass ich in Erziehungsfragen mehr an einem Strang ziehen möchte - ein utopischen Wunsch.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Madames Zeichnungen und Basteleien.
Mein Tablet.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Vermutlich die Anregungen und Bestätigungen, die ich in Gesprächen mit anderen erfahre (neulich z. B. die Anmerkung, eine gewisse Person sei doch auch ein anstrengender Fall, bzw. hochgezogene Augenbrauen meiner Freunde über hier geforderte Familienhilfestellungen (ich sage nur Garten)).

Der schönste Satz, den ich zu jemanden gesagt habe?
Das müssen diejenigen beurteilen, mit denen ich gesprochen hab.

Besseren Job oder schlechteren?
Da ich in Elternzeit/ Karenz bin, immer noch den gleichen. Und ich hoffe, mit meinen Arbeitszeitwünschen an meiner bisherigen Arbeitsstelle im Mai wieder starten zu können.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn ja, was?
Auch wenn ich das nicht persönlich gewonnen habe, sondern dazu eingeladen wurde: das Gregor Meyle Konzert.
Ein paar Euro im Lotto.

Mehr bewegt oder weniger?
Mehr.
2x die Woche für mich, dazu 2-3x die Woche Kinderturnen.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Die üblichen Verdächtigen Husten, Schnupfen. Allergien.
Teilweise lästig, teilweise ausdauernd, aber nix schlimmes.

Davon für Dich das schlimmste?
Dass Madames Allergien ein halbes Jahr Medikamente erfordern. Aber wir hypersensibilisieren jetzt.

Dein Wort des Jahres?
MAMMM-A! Popoo! Lulluuu! Op-A!

Dein Unwort des Jahres?
Nein, ich will nicht (von Madame).

Dein Lieblingsblog des Jahres?
Buddenbohm. Das nuf. berlinmittemom. Novemberregen. Das zweite Kind sind Zwillinge.

Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Wege zu finden, alles unter einen Hut zu bringen. Guten Gewissens mehr auf mich achten.

2016 mit einem Wort?
Anstrengend.

Vorsätze für 2017?
Eigentlich kann's fast nur besser werden.

Mehr Gelassenheit und Humor.
Mehr Freunde treffen.
Mehr Lachen.
Mehr Ich. Mehr mein Herz stärken und das, was es einengt, loslassen, abschütteln und verändern.

Gesund bleiben.

Dienstag, 8. März 2016

Glück

Weil es seit drei Tagen so schön friedlich hier zu Hause ist, wollte ich das hier mal festhalten.
Kein ständiges neinmachichnichtneinwillichnichtneinkannichnichtneinneinneinaberichwilldasichwilldasichwilldassofortaufderstelleochachgrrrblödemama...
(OK, wirklich nicht den ganzen Tag, es gibt natürlich kleine Streitereien, aber nicht mehr dieser ständige absolute Widerstand).
Wenn ich jetzt nur noch wüsste, warum. Was wir anders gemacht haben als sonst. Oder sind einfach ganz von allein irgendwelche Hirnsynapsen zusammengewachsen?

Mittwoch, 2. März 2016

Krankenlager

Dies ist ein Bericht über einen Tag in unserem Krankenlager.
Maxi-Madame ist seit fast einer Woche krank. Angefangen mit Fieber und Husten sind wir  Tage später wieder zu unserer üblichen Fahrt ins Kinderkrankenhaus zur Bestätigung von meiner Befürchtung, dass es doch wieder Lungenentzündung ist, gefahren. Wenigstens ist sie seit 3 Tagen wieder fieberfrei, hustet aber noch ganz schlimm und ist bei weitem noch nicht fit.
Mini- Madame fiebert seit gestern, daher auch die enorme Anhänglichkeit, über die ich mich tags zuvor noch gewundert hatte. Wenigstens hat sie nachts halbwegs gut geschlafen, so dass auch ich einigermaßen erholt aufstehe. Auch wenn ich morgens nienienie frisch bin. Typ Morgenmuffel halt.
Mini- Madame weckt mich also gegen 6:30. Fiebrig, quengelig, anhänglich. Die 2 Stunden, bis Maxi- Madame aufwacht, nutzen wir zum Anziehen, mehrfachen Windeln wechseln, frühstücken. Mini- Madame kann zwar noch so müde sein, aber kaum ist die große Schwester wach, ist sie wieder quietschlebendig. Gegen 10:00 ist es aber wieder an der Zeit für das Vormittagsschläfchen.
Maxi-Madame startet wieder mal mit einer super Aktion in den Tag. Sie lässt ihren Popo ganz tief in die Kloschüssel hängen, wischt sich dann den Popo nicht ab, sondern legt sich dafür etwas Klopapier ins Höschen, die Hände werden beim Händewaschen zur Merkelraute bzw. zur liegenden 8 geformt, so dass kein Wasser über die Hände fließt. Die Seife wird ignoriert. Diese Aktion erfordert also mehrmaliges Ermahnen meinerseits, so dass die Maxi-Madame schon wieder übelgelaunt in den Tag startet (Dieses Prozedere beim Toilettengang ist schließlich nicht das erste Mal, das so seltsam ausgeführt wird). Um die quengelige Mini-Madame beruhigen zu können, lasse ich die Grosse fernsehen und auch nebenbei frühstücken. Ein Hoch auf den Babysitter Fernsehen!
Als die kleine Schwester endlich eingeschlafen ist, suchen wir uns auf Pinterest einige Osterbastelideen, die wir umsetzen können. Maxi-Madame entscheidet sich für Ausmalbilder und einen zu knüllenden Papierosterhasen, bei dem ich jetzt schon ahne, dass dies Wutanfälle hervorrufen wird, da die Papierkugeln am Finger kleben bleiben werden. Und bei klebrigen Fingern kennt die Große keinen Spaß. Meine Befürchtungen werden auch erfüllt. Begleitet von der Frage "Warum machen wir das? Ich will fernsehen." Nichtsdestotrotz wird zu meiner Verwunderung am Abend dem Mann stolz von dem Hasen erzählt.
Die Kleine wacht nach einer Stunde wieder auf, wir machen dann Mittagessen, wofür es schon höchste Zeit wird, da die Große nur noch grantelt, ein eindeutiges Zeichen für Hunger, jedoch nienienie zugegeben wird, dass man hungrig ist. Gott sei Dank hatte ich noch Pfannkuchen in der Tiefkühltruhe, so daß ein schnelles Mittagessen gezaubert werden kann.
Nachmittags werde ich ständig von der Großen mit der Frage gelöchert, wann wir endlich die von der Nachbarin netterweise versprochenen BenjaminBlümchen-DVDs holen können und wann sie endlich wieder Fernseh schauen darf. So toll und für mich erleichternd der Fernseher ist mit dem Fernsehprogramm von KiKa und einigen Youtube- Sendungen oder DVD- Filmen, so nervig kann er sein, da der ständige Wunsch nach ihm geäußert wird.
Gegen 14:00 ist die Kleine schon wieder so müde, daß der Kopf schon auf meiner Schulter abgelegt wird. Wir ziehen uns zum Stillen ins Schlafzimmer zurück. Die Kleine ist beim Nuckeln auch schon eingeschlafen, da brüllt die Große einige Male "Das Telefon klingelt!". Dies würde ich im Schlafzimmer eventuell gar nicht hören, da die Distanz zum 4. Zimmer, wo das Telefon steht, zu groß ist, aber es ist schlichtweg gelogen. Das Telefon hat nicht geläutet, kein entgangener Anruf wird angezeigt. Tief tief tief durchatmen und zählen. Anstatt froh zu sein, dass die kleine Schwester schläft, brüllt uns die Große wach. Es ist mir ein Rätsel, was sie damit erreichen will. Schließlich hätte sie dann Exklusivzeit mit mir. Aber das scheint in die Kategorie Geschwisterliebe zu fallen.
Eine halbe Stunde später unternehme ich einen neuen Stillversuch, um Mini- Madame zum Schlafen zu bringen. Erfolgreich. Die Große hat sich einstweilen mit TipToi unterhalten. Nun spielen wir 2 Spiele, ein Bewegungsspiel und ein Strategiespiel. Ersteres spielen wir ganz gerne, aber ich merke, daß die Große immer noch ziemlich schlapp ist. Das zweite Spiel klappt trotz der empfohlenen Altersangabe schon ganz gut, nach der Hälfte bricht die Maxi-Madame es aber durch einen Handwisch über das Spielbrett ab. Sie mag nicht mehr. Obwohl ihr keine Niederlage gedroht hat, wir lagen beide ganz gut im Rennen. Ich räume seufzend und rätselnd die Spiele zusammen, und kümmere mich dann um die Küche und räume dort auf. Da das Baby immer noch schläft, setze ich mich an eine Oster-Bügelperlenlegerei. Obwohl Maxi-Madame den ganzen Tag gemeint hat, sie möchte keine Bügelperlenarbeit legen, setzt sie sich doch dazu. Die Langeweile scheint einfach zu groß zu sein.
Endlich kommt der Mann. Nun auch sehr erkältet (aber er erleidet Gottseidank nie einen "Männerschnupfen").
Mini-Madame erwacht kurz darauf, hoch fiebernd (39,4°). Erstaunlicherweise ist sie aber noch gut gelaunt. Aber eindeutig geschwächt. Ohne sonstiges Krankheitszeichen.Wir geben ihr ein Fieberzäpfchen. Je nach Nachtverlauf werden wir morgen entscheiden, ob wir doch zu Kinderärztin fahren.
Die liebe Nachbarin läutet (endlich!) und bringt uns netterweise die versprochenen DVDs, die auch großzügigerweise und ohne Murren gegen einige von unseren geliehen werden. Die versprochene Folge BenjaminBlümchen darf von der nun glücklichen Maxi-Madame geschaut werden.
Beim Abendessen geht es vergleichsweise ruhig zu, allerdings bleiben die "Machtspielchen", wer wo sitzen darf und wann Plätze getauscht werden, nicht aus. Ich setze mich einfach auf einen freien Sessel, von dem ich guten Zugang zur Küche habe, schließlich wird ja auch immer um Nachfüllen der Getränke, Nachschlag oder Änderung des Essens gebeten (höflich formuliert).
Nach dem Abendessen spielen die Mädchen noch mit dem Hoolahoop-Reifen, sind aber schon sichtlich k.o. Die Kleine schläft um 19:30, die Große um 20:00 binnen Sekunden nach dem Lichtausschalten.
Ich hoffe auf eine ruhige Nacht. Und dass beide schnell wieder gesund werden. Bei der Großen fürchte ich aber, dass sie noch länger zu Hause bleiben wird. In dem Zustand kann ich sie nicht in den Kindergarten schicken.
Schlimmer Lagerkoller droht.
Werde beim nächsten Besuch bei der Kinderärztin auch nach einem Rezept für gute Nerven bitten.



Donnerstag, 31. Dezember 2015

Jahresrückblick 2015

Nachdem ich 2015 zu keinem einzigen Post gekommen bin, gibt es jetzt wenigstens den Jahresrückblick.

Zugenommen oder abgenommen?
Da ich die erste Jahreshälfte schwanger war, hab ich erst zugenommen und dann abgenommen. Nichtsdestotrotz würde etwas mehr Sport nicht schaden.

Haare länger oder kürzer?
Wieder etwas länger. Aber immer noch Kurzhaarfrisur.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Anhaltend gut.


Mehr ausgegeben oder weniger?
Viiieeeeeel mehr ausgegeben. Für die Hochzeit. War aber das Geld wert.

Der hirnrissigste Plan?
Fällt mir gerade keiner ein.

Die gefährlichste Unternehmung?
Gab's auch keine. 

Der beste Sex?
Kommt vor. Selten. Müdigkeitsbedingt.

Die teuerste Anschaffung?
Da Anschaffung wohl etwas mit bleibenden Werten zu tun hat, würde ich sagen: die Eheringe.

Das leckerste Essen?
Das Essen in dem Hotel, in dem wir geheiratet haben.

Das beeindruckenste Buch?
Leider lese ich ja gerade sehr wenig Bücher. Und wenn dann Kinderbücher.
Diese hier hab ich Madame aber gerne vorgelesen:
Supermann und Froschprinzessin.
Die Lotta- Geschichten von Astrid Lindgren. Auch Jahrzehnte nach ihrem Erscheinen immer noch aktuell und faszinierend.
Und das Einhorn für mich zum Lachen.

Der ergreifendste Film?
"Ewige Jugend". Leider der einzige Film, den ich 2015 im Kino gesehen habe (geschweige denn im Fernsehen). Dank "baby-Kino" (eine wunderbare, monatliche Gelegenheit initiiert durch Grünschnabel und die Grünen). Jedenfalls ein außerordentlich toller Film. Ergreifendes Thema, wunderschöne Bilder, schöne Filmmusik.

Die beste CD?
Gab's auch nicht viele, da viele Kinder-CDs tagsüber (also ununterbrochen) gehört werden. Da finde ich Stille hin und wieder auch nicht schlecht.
Für mich fand ich ZAZ ganz schön. Aber wie gesagt. Es gab nicht viele neue CDs für Erwachsene dieses Jahr.

Das schönste Konzert?
Die Auftritte von Madame bei Kindergartenfesten und in der Musikschule.

Die meiste Zeit verbracht mit...?
Der Familie.
Hochzeits- und Taufvorbereitungen.

Die schönste Zeit verbracht mit...?
Der Familie.

Vorherrschendes Gefühl 2015?
In der ersten Jahreshälfte Unsicherheit und Angst. Wie Schwangerschaft und Geburt verlaufen. Wie das Leben mit zwei Kindern wohl sein wird. Wie wir es schaffen. Wieviel wir schlafen dürfen. Wie Madame auf Mini-Madame reagiert. Und umgekehrt.
In der zweiten Jahreshälfte Entspannung und Glück. Über dieses zufriedene, pflegeleichte zweite Kind.
Und darüber, wie gut der Mann und ich Ereignisse planen und organisieren können (Hochzeit und Taufe).

2015 zum ersten Mal getan?
Das zweite Kind geboren.
Gepoltert.
Geheiratet (dafür gleich zweimal - standesamtlich und kirchlich).
Immer wieder neue Kochrezepte ausprobiert.

2015 nach langer Zeit wieder getan?
Hulahoop (verlernt).
Abends mit den Mädels ausgegangen (Polterei).

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Die Schwangerschaftbeschwerden (vor allem die häufigen Krankenhausbesuche kurz vor der Geburt, um Beckenendlagen und eine vermeintliche Schwangerschaftsvergiftung, die keine war, zu überwachen).
Den Geburtsschmerz.
Den einen oder anderen Streit, den ich angezettelt hab, anstatt zu schweigen, in dem Wissen, dass die Aufregung bei Schweigen in 3 Minuten wieder vorbei wäre, wohingegen die Aufregung nach dem Streit Stunden, Tage, Wochen, Monate in unterschiedlicher Intensität anhält.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Hm.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mini-Madame. Auch wenn sie nicht käuflich ist ;O).


Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Ja, mit Gottes Hilfe.
Ich liebe Dich.
Die Rede meines Mannes am Hochzeitsfeierabend.
Und die vielen tollen Sätze, die unsere Hochzeitsgäste in unser Gästebuch geschrieben haben. 

Der schönste Satz, den ich zu jemanden gesagt habe?
Das muss der-/diejenige beurteilen, mit denen ich gesprochen hab. 

2015 mit einem Wort?
Großereignisse.

Vorsätze für 2016?
Die Freunde öfters Treffen.
Mehr Sport.
Mehr bloggen. 
Die berufliche Zukunft überdenken.
Mehr Gelassenheit und Humor.

Gesund bleiben.

Montag, 8. Dezember 2014

Sieben Sachen Sonntag - 07.12.2014

Hallo Ihr Lieben!
Ich bin wieder dabei beim Sieben Sachen Sonntag.
Nach einer Idee von frau liebe, aber bei Anita von Grinsestern laufen die Fäden zusammen!

Es war ein Sonntag geprägt von Dauerregen. Außerdem war es ein langes Wochenende, da am Montag noch Feiertag in Österreich war - Mariä Empfängnis. Also konnte Gemütlichkeit einziehen.
Erstmal halbwegs lange schlafen, bis viertel vor acht.Und dann schon mal Betten neu beziehen, hier Madames Bett.
Bett Ausschlafen Gemütlichkeit

Nach dem Frühstück hab ich mir schon mal Gusto fürs Weihnachtsessen geholt und Ideen gesammelt. 
Weihnachtsessen Familiensilber

Dann haben wir ein Lebkuchenhaus gebacken und verziert. Es war das erste in meinem Leben. Das erste in Madames Leben natürlich auch. Und der Mann kann sich an nix erinnern. ;O) Wir haben mal mit der Standardvariante von Haus begonnen. Die Architektenvariationen können wir dann das nächste Jahr üben. ;O) Jedenfalls ist unsere Premiere gelungen. Teig gut- Haus steht- Verzierung hält.


Gemütlichkeit Backen familiensilber

Zwischen den einzelnen Zubereitungs- und Backschritten haben wir Weihnachtsgeschichten vorgelesen und Madames Bauch gepflegt. Sie hat seit dem Vortag über Bauchweh geklagt- vielleicht, weil zuviele Nikoläuse genascht wurden?
 Lesen Bauchweh familiensilber Weihnachtsgeschichten

Da es mit dem Regen draußen nicht besser wurde und wir auf einen Regenspaziergang verzichten wollten, war noch Zeit zu basteln. Madame kann das mittlerweile recht gut, wenn nur die Finger vom Klebstoff nicht so kleben würden...
Basteln familiensilber


Das Ergebnis unserer Bastelei: ein Tannenwäldchen. Der Mann hat auch mitgeholfen- ihr dürft raten, welches Bäumchen von ihm stammt. Jedenfalls hab ich mich bei der Bastelei gefragt, wieviele Männer es wohl im Bastel-DIY-Bereich gibt, ohne dass dabei ordentliche Werkzeuge (also die mit viel Strom, viel Kraft und möglichst viel Lärm) zum Einsatz kommen. Gibt es da Statistiken?

Und dann haben wir im Keller noch kleine Übertöpfe für unsere Miniweihnachtssternchen  gesucht und gefunden. Etwas farbenfroh, aber mei, man kann nicht alles haben im Leben...






Das war's für diesen 2. Advents- Sieben- Sachen- Sonntag. Ich hab ihn sehr genossen. Viel Zeit, keine Termine, keine Hektik.
Habt ne schöne Woche!
Meine wird wohl anstrengend, eine Abgabe steht bevor, dafür ist das nächste Wochenende auch schon wieder in Sicht!

Alles Liebe
Kerstin